P2P oder Purchase to Pay

Hinter dem Begriff P2P verbirgt sich im Allgemeinen der Prozess von der Beschaffung bis zum Empfang der Rechnung bzw. der Bezahlung derselben.

Der P2P-Prozess beginnt mit der Bedarfsmeldung / der Ermittlung des Bedarfes, dem Auslösen der Bestellung bei bekannten Lieferanten und setzt sich (optional) mit Empfang der Lieferanten-Auftragsbestätigung fort. Nach Erhalt der Ware werden im Allgemeinen über den Lieferschein die Wareneingänge vereinnahmt und es folgt als abschließendes Dokument die der Bestellung zuzuordnende Rechnung. Die Zahlung erfolgt im Normalfall nicht pro Rechnung, sondern über Zahlläufe, wobei die zu zahlenden Rechnungen anhand der im ERP-System hinterlegten Zahlungsbedingungen ermittelt werden.

Üblicherweise nicht zum P2P-Prozess gerechnet werden Sourcing-Strategien (S2C oder Source to contract) und die Erstellung von Ausschreibungen.

Die Effizienz des Prozessablaufs hängt erheblich von den Automatisierungsmöglichkeiten durch den Austausch elektronischer Dokumente (EDI, strukturierte Dokumente etc.) ab, bei vielen Geschäftsbeziehungen werden aber weiterhin nicht strukturierte Dokumente (Papier, PDF-Dateien per Mail) ausgetauscht und gerade bei der Verarbeitung unstrukturierter Informationen stellen sich viele Unternehmen die Frage nach Optimierungspotenzialen.

Hier bieten sich Add-ons zu SAP an, mit deren Hilfe sowohl die Erkennung un- oder teilstrukturierter Dokumente wie Auftragsbestätigungen, Lieferscheine und Rechnungen möglich wird, als auch Workflow-Anwendungen, durch die der gesamte Prozess erheblich an Transparenz und Dynamik gewinnen kann.

Neben den Möglichkeiten, die moderne E-Procurement-Systeme mit sich bringen, bieten in das ERP-System integrierte Beschaffungssysteme die Möglichkeit, externe Lieferantenkataloge oder Web-Shops zu integrieren.

Purchase to Pay Process